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Doppelbesteuerung – auch in der Schweiz trifft es die US-Bürger

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Freie Entscheidungen für freie Menschen – dafür steht die Schweiz, die über wunderschöne bezaubernde Landschaften verfügt, EU-unabhängig ist und für einige auch das Steuerparadies bedeutet, das sie suchen. Gründe genug für viele Auswanderer, die in fremden Welten ihre neue Heimat suchen, in das eidgenössische Land zu ziehen. Aber es gibt auch andere Gründe, die oftmals mit einem besseren Job oder einer vorübergehenden Berufsphase zu tun haben. Aber nicht für alle, die in ein fremdes Land umgesiedelt sind, lässt es sich zwischenzeitlich steuerlich im Ausland so schwer leben wie für Amerikaner.

Das Leben der US-Bürger im Ausland und in der Schweiz ist kompliziert geworden. Denn die amerikanische Regierung hat beschlossen rigoros gegen Steuersünder im Ausland, vorzugehen. Tausende Amerikaner haben zwischenzeitlich ihren zur Last gewordenen amerikanischen Pass abgegeben.

Hintergrund für diese Entwicklung ist ein neues Gesetz der amerikanischen Regierung: Mit dem Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca) wollen die US-Behörden die Steuerhinterziehung von amerikanischen Bürgern verhindern. Damit schreibt Fatca einen automatischen Informationsaustausch vor, der so vonstattengehen soll: Jede Finanzinstitution (Bank, Sparkasse) weltweit soll Informationen über Einkommen sowie Vermögen ihrer amerikanischen Kunden an die amerikanische Steuerbehörde weiterleiten. Hält sich eine Bank nicht an diesen Austausch, müsste sie 30 Prozent Steuern auf alle Geldflüsse aus den USA zahlen. Der Verwaltungsaufwand ist den Banken viel zu groß und deshalb lehnen sie US-Bürger als Kunden ab. Kein Wunder also, dass diese Entscheidung auch viele amerikanische Bürger im Ausland trifft, die ehrlich und hart arbeiten, mit Steuerhinterziehung nichts am „Hut“ haben und ihre Steuern im ausgewanderten Land zahlen. Sie sind betroffen. Betroffen von der Doppelbesteuerung des amerikanischen Fiskus.

Einige kehren in ihr Heimatland Amerika zurück, weil das neue Gesetz und die Regeln das Arbeiten im Ausland unmöglich machen. Andere fühlen sich verpflichtet, die Steuererklärung auszufüllen und wieder andere geben ihren Pass zurück: Die Alternative kostet 450 Dollar sowie 15 Prozent Ausbürgerungssteuer. Das ist nicht viel, aber ein hoher Preis für eine Auswanderung, die am Ende zur Ausbürgerung wird …

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